Mediation – Streitschlichtung

Überall, wo viele Menschen auf engem Raum zusammentreffen, kann es zu Reibereien oder sogar offenem Streit kommen. So auch in jeder Schule der Welt. Vor allem in einer Zeit, wo vielen Kindern die regulierende Großfamilie fehlt, treten Konflikte unvermittelter auf. Streit hemmt das Zusammenarbeiten und Lernen!

Dieser Problematik stellen wir uns: Einige Lehrer und Lehrerinnen wurden in einer fast 3 Jahre dauernden Fortbildung zu Mediatoren (=Streitschlichter) ausgebildet. Bereits während der Schulung entstand das Modell der „Schülerstreitschlichter“ (Peer-Mediatoren). Das bedeutet, Schüler helfen anderen Kindern der Schule Streitigkeiten zu verarbeiten bzw. zukünftig zu vermeiden. Viele leistungsstarke und sozialkompetente Schüler und Schülerinnen unserer Schule machten sich an die Arbeit, Streitschlichtungsverfahren zu erlernen und anzuwenden. Seit Beginn dieses Schuljahres läuft diese von Frau Gebauer und Frau Kaschek betreute Peer-Meditation an der Schule erfolgreich.

Dabei unterstützen die Mediatoren durch aktives Zuhören und gezieltes Fragen die Streitparteien, selbst eine Lösung zu finden. Alle sollen als „Gewinner“ aus der Mediation gehen. Oft gelingt es auch, die möglicherweise tiefer liegenden Ursachen eines Konflikts aufzudecken.

Wie wird dabei vorgegangen?

Treten zwischen Schülerinnen und/ oder Schülern der Schule Konflikte offen zu Tage, können sie sich an ihre Peer-Mediatoren wenden. Diese vereinbaren in Absprache mit den unterrichtenden Lehrpersonen und dem betreuenden Lehrer- Mediatoren eine erste Sprechstunde im Mediatorenraum der Schule. Dort werden die Probleme aufgegriffen, analysiert und meist rasch gelöst. In wenigen Fällen mussten bisher zur Konfliktlösung mehrere solcher Sitzungen einberufen werden.

Die Schülermediation ist also sehr erfolgreich und hat das Schulklima insgesamt verbessert. Streitigkeiten eskalieren seltener, da sie schon im Ansatz geklärt werden können. Die Mediation ist wichtiger Teil des pädagogischen Gesamtkonzepts der ERS Spiesen-Elversberg.

Im Februar 2012 wurde erstmalig auch eine Schülergruppe zu „Vertrauensschülern“ ausgebildet. Im Rahmen eines Projekts des Bildungsministeriums  unter Leitung von Diplom-Pädagogin Anne Feichtner wurden 17 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7-9 drei Tage lang geschult, bei Problemen erste Ansprechpartner für Mitschüler zu sein, aber auch aufmerksam hinzuschauen, um frühzeitig Ausgrenzung und Mobbing zu erkennen.

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